Döttinger Höhe * Kulttankstelle am Nürburgring (Buch von Axel Vogel und Jörg-Thomas Födisch)

Artikelnummer: DH 2021
29,90 €

Der Nürburgring ist längst Legende. Zum Kult dazu gehört für Kenner und Liebhaber, für Durchreisende und Zaungäste, für Motorrad- wie für Autotouristen die Döttinger Höhe. Das ist nicht nur eine Flurbezeichnung und natürlich der Name der extrem schnellen langen Geraden der Nordschleife. "Viel mehr als nur eine Tankstelle". Treffpunkt. News-Umschlagplatz. Shopping-Meile. Sammler-Mekka. Wohnzimmerersatz und Kantine. Muss man selbst erlebt haben. "Sprit gibt’s hier natürlich auch", heißt es auf der Homepage. Die Kombination aus Tankstelle, Restaurant, Hotel, Automodell-, Buch- und Rennsport-Devotionalienhandel an der Bundesstraße 258 gleich neben der Rennstrecke ist ein - mittlerweile in dritter Generation - geführter Familienbetrieb, eine Art Resonanzraum und Spiegel der Nürburgring-Geschichte – und stand tatsächlich schon, als der Ring 1927 eröffnet wurde.

Für unzählige Menschen - Rennfahrer und Sponsoren, Teamchefs und Automanager, Journalisten und Mechaniker, Touristen und Fans – ist die Döttinger Höhe im Laufe ihres 90-jährigen Bestehens zum Anlaufpunkt von Rang geworden: entweder um dort zu tanken, zu essen, zu schlafen, sich mit Campingzubehör einzudecken oder um zu feiern und zu fachsimpeln. Einfach mal dagewesen zu sein gehörte und gehört für viele Fans schlicht dazu. Die Kombination aus Tanke, Treffpunkt und Gastronomie ist überdies einmalig am Ring, und das wussten über die Jahrzehnte auch etliche Rennsportgrößen zu schätzen - so Wolfgang Graf Berghe von Trips, der zum Mittagessen kam, der mehrmalige Weltmeister Alain Prost oder Formel 1-Superstar Michael Schumacher, der als noch weitgehend unbekannter Formel 3-Pilot regelmäßig auf der Döttinger Höhe tankte. Außerdem ließen diverse Teambosse, Firmenchefs sowie rennsportverrückte Prominente einen Renntag oder eine Werbeveranstaltung gern im Gastraum ausklingen, beim selbstgemachten Rehrücken von Mutter Anna Retterath etwa und einem gepflegten Roten von der Ahr, den Retteraths Vater Silvester kredenzte.

Familie Degen/Retterath hat Glanz und Gloria des Nürburgrings vor dem Zweiten Weltkrieg ebenso miterlebt wie die schweren Krisen der Rennstrecke in den 1970er und den 1990er Jahren und Anfang des neuen Jahrtausends.

Aber auch für die Besucher anderer Veranstaltungen, die nichts mit Auto- oder Motorradrennen zu tun hatten, führte über die Jahre kein Weg an der Döttinger Höhe vorbei. So hat Hans-Joachim Retterath jede Menge Anekdoten bereit: von Fittipaldis Spritmangel mit dem "Lotus 72 vor der Haustür", von den legendären Elefantentreffen, von der Radweltmeisterschaft 1978 oder dem Musik-Großereignis "Rock am Ring".

Bis heute sind Retti und Ehefrau Annette tagtäglich, und buchstäblich ganz nah, dran am Ring. Die beiden leben zwar pragmatisch vom Geschäft, betreiben es aber auch mit viel Herzblut – und das weiß die Kundschaft zu schätzen. Schließlich bereitet es ihnen große Freude, wenn ehemalige und aktuelle Rennsportprominenz in ihrer Tankstelle ebenso ein- und ausgeht wie Größen aus dem Ring-Umfeld – und der ganz normale Fan, der auf ein Schnitzel mit Fritten hereinkommt. Alle sind willkommen!

Döttinger Höhe * Kulttankstelle am Nürburgring

Buch von Axel Vogel und Jörg-Thomas Födisch

 

Artikel innerhalb von 3- 5 Werktagen lieferbar